Hochgelegte Tiefbucht als Kombibox

Diese Hochboxen wurden schon vor einigen Jahren zu “ hochgelegten Tiefbuchten“ umgerüstet: Eine 10 cm hohe Bohle auf der Trittkante hält nun mehr Sägemehl auf der Liegefläche.

2013 wurde in einem weiteren Schritt eine 8 cm dicke Polsterung nur in der vorderen Hälfte der Liegefläche montiert.

Kühe verschieben die Einstreu ständig von vorne nach hinten. Dadurch fehlte in der vorderen Hälfte der Liegebuchten Sägemehl, während es sich hinten zu hoch auftürmte und ausgetragen wurde.

Mit der Umwandlung in eine Kombibox wurden mehrere Ziele erreicht:

  • Dauerhafte Polsterung in der vorderen Hälfte der Liegefläche entlastet die Carpalgelenke beim Auf- und Abliegen; diese Komfortzone ist entscheidend für das Wahlverhalten und die Annahme der Liegefläche;
  • Einstreu konzentriert sich auf den hinteren Bereich der Liegefläche, wo sie als Trennschicht für die Schonung der Tarsalgelenke im Liegen besonders wichtig ist;
  • Der Verbrauch an Einstreu wird gesenkt, weil weniger Material durch Austrag verloren geht;
  • Der Arbeitsaufwand sinkt, weil Einstreu nicht so oft ersetzt werden muss;
  • Saubere Kühe durch geringeren Schmutzeintrag.

Für eine gute Einfederung wären 4 cm Polylatex-Schaumstoff im vorderen Bereich vollkommen ausreichend. Das mit insgesamt 9 cm sehr dicke Weichbett nur vorne sorgt aber dafür, dass die Kühe etwas bergauf liegen und sich auf geräumigen Liegeflächen gerade ausrichten. Die Kühe mögen diese leichte Hanglage und rutschen so von selbst gegen die hintere Begrenzung der Liegebucht. Das dient der Sauberkeit von Liegefläche und Kuh.

Weichbetten oder Matratzen für das Kombibox-System sind sehr hoher Druckbelastung durch die hinteren Klauen der liegenden Kuh ausgesetzt. Das eingesetzte Material muss entsprechend verschleißfest sein.

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