Und warum Portale mehr können als Genossenschaften

Fachzeitschriften, Ausstellungen und Beratung zeigen gerne die neueste Technik. Stets soll das Neue noch besser und leistungsfähiger sein als das Altbekannte und Bewährte. Das behaupten jedenfalls die Anbieter, die sich nicht nur die Produktentwicklung, sondern vor allem auch das Marketing viel Geld kosten lassen. Immer öfter steht der Marketingaufwand für Außendienst, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit in einem krassen Missverhältnis zur innovativen Leistung. Davon profitieren Fachverlage, Messegesellschaften und Werbeagenturen – aber nicht die Landwirte.

Je geringer der Produktivitätszuwachs, desto mehr heiße Luft.

Jeder Anbieter versucht sich durch Marketing und immer neuen Schnickschnack der Vergleichbarkeit zu entziehen. Meistens lässt sich aber erst nach jahrelangen Praxiserfahrungen ermessen, ob und inwieweit neue Lösungen tatsächlich und nachhaltig zur Produktivitätssteigerung beitragen. Oft genug bergen neue Lösungen neue Risiken, an die keiner gedacht hat. Das Risiko tragen die Landwirte, sie zahlen nicht nur das Lehrgeld, sondern auch Marketingaufwand und Pioniergewinne der Hersteller. Der Löwenanteil des Zusatznutzens verbleibt in der zuliefernden und verarbeitenden Industrie, die Verbraucher profitieren von günstigen Preisen für Lebensmittel. Was bleibt für die Bauern?

Was ist Fortschritt und was ist nur Mode?

Geprellte Anleger verfluchen zuweilen ihren Bank- oder Vermögensberater. Obwohl jeder weiß, dass der Berater etwas verkaufen musste, weil er von Provisionen lebt oder sein Gehalt verdienen muss. Natürlich sind nicht nur Banken, sondern auch Industrie und Handel vor allem am Verkauf ihrer Produkte interessiert. Wer Kredite und Förderung anbietet, hat ebenfalls ein geschäftliches Interesse. Von uneigennütziger Beratung kann man nicht leben. Im Unterschied zur herstellereigenen Beratung muss verkaufsunabhängige Beratung aber auch nicht für ihre Leistung haften.

Wer wird Ihnen schon raten, was Sie nicht hören wollen?

Information und Beratung dienen der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung.

Das Internet macht es jedem leicht, sich ohne Messen oder Fachzeitschriften über Möglichkeiten und Angebote zu informieren. Das Informationsangebot wird immer besser, immer mehr Dinge können Sie  preisgünstig online bestellen. Und wenn Sie noch Beratung brauchen, finden Sie den Experten für Ihr Thema ebenfalls im Netz. Es wird für alle Beteiligten einfacher.

Industrie und Handel können Vertriebskosten und Marketingaufwand halbieren.

Warum sollen Sie für Vertreterbesuche, Werbung und Beeinflussung zahlen, die Sie nicht brauchen? Nutzen Sie Portale und sorgen Sie dafür, dass die Kostenersparnis bei Ihnen landet. In online-shops finden Sie immer mehr preisgünstige Standardlösungen in bewährter Qualität, siehe

www.liegeboxen.de/angebote/

Wer als Lieferant oder Kunde nur einer von vielen ist, ist leicht ersetzbar. Als  Rohstofflieferant oder Abnehmer hat der Einzelne gegenüber Industrie und Handel eine schwache Marktposition.

Erzeugergemeinschaften und Genossenschaften waren eine Möglichkeit, Landwirten durch Bündelung von Mengen zu mehr Marktmacht zu verhelfen. Weder in der Vermarktung, noch in der Beschaffung hat das zu dem gewünschten Ergebnis geführt: Zwar haben manche erfolgreiche Konzerne genossenschaftliche Wurzeln. Sie sind erfolgreich, weil sie eigene wirtschaftliche Interessen verfolgen, die sich nicht unbedingt mit Ihren Interessen decken müssen.

Leistungen und Preise vergleichen!

Früher war es für den einzelnen viel schwieriger, sich außerhalb von Messen einen Überblick über Einkaufsmöglichkeiten und Anbieter zu verschaffen. Man war auf die Hilfe des örtlichen Handels oder der Genossenschaft angewiesen.

Heute bietet das Internet jedem die Möglichkeit, Produkte und Preise zu vergleichen. Überhöhte Preise durch geschützte Verkaufsgebiete sind nicht mehr durchsetzbar. Es gibt neue Möglichkeiten für Einkauf oder Direktvermarktung.

Sie sollen weltmarktfähig produzieren? Drehen Sie den Spieß einmal um.

Portale können dazu beitragen, Leistungen, Qualitäten und Angebote vergleichbar zu machen.

Von der Landwirtschaft wird globale Wettbewerbsfähigkeit erwartet. Landwirte sollten den Spieß ruhig umdrehen und Industrie und Handel dem globalen Wettbewerb aussetzen. Die Zahl der Milchviehbetriebe hat nicht erst seit 2015 stark abgenommen. Haben Sie den Eindruck, dass Anzahl, Vertriebskosten oder Marketingaufwand der Zulieferer im gleichen Maße gesunken sind?