Ideologien kommen und gehen, die Gesetze der Thermodynamik bleiben bestehen. Sie weisen darauf hin, dass jede Art der Energiegewinnung mit unerwünschten Nebenwirkungen und Folgen verbunden sein wird. Je höher der Energiebedarf, desto größer auch die Nebenwirkungen. Der Energiebedarf von Industriegesellschaften kann nicht nachhaltig gestillt werden. Selbst wesentlich ärmere Gesellschaften mit geringem Energieverbrauch pro Kopf können den Energiebedarf einer wachsenden Bevölkerung nicht mehr allein aus nachhaltigen Quellen decken.

Die Energiepolitik wird heute mit ganz unterschiedlichen und teilweise widersprüchlichen Zielen befrachtet.

Durch Bevorzugung elektrischer Energie sollen Emissionen und gesenkt oder in andere Länder verlagert werden.

Zentrale Versorgungssysteme sollen staatliche Kontrolle und Umsatzsteuereinnahmen gewährleisten; dezentrale Selbstversorgung kann nicht besteuert werden.

Durch erneuerbare Energien soll die Energieversorgung nachhaltiger, sauberer und risikoärmer werden.

Förderprogramme für E-Mobilität sollen helfen, dezentrale Speicherkapazitäten für Strom aufzubauen, die hohen Kosten der Speicherung von Strom aus Windkraft oder Solaranlagen auf Autofahrer und Verbraucher abzuwälzen und andere Länder mit den Umweltkosten der Speichertechnik und der dafür notwendigen Ressourcen zu belasten.

Eine ideologisierte Energiepolitik wird  zur Quadratur des Kreises, die nicht gelingen kann. Das Ergebnis wird eine weder zuverlässige noch nachhaltige, dafür aber sehr teure Energieversorgung sein.

Die Energieversorgung soll dem Allgemeinwohl dienen und ist deshalb politisch geregelt. Freie Märkte gibt es hier nicht.

In freien Märkten wäre Energie knapp und kostbar, weil die Kosten von Ressourcenverbrauch, Entsorgung, Risiken und Haftung nicht vom Staat übernommen und auf nachfolgende Generationen abgewälzt werden könnten und die Vorräte an leicht zu fördernder, billiger Energie schnell erschöpft wären.