Der dänische Tierarzt Jörn Erri war 1994 einer der ersten, der besonders dicke und weiche Kuhmatratzen auf den Markt brachte. Die ursprüngliche Matratze bestand aus ca. 8 cm dicken, vernähten und mit Gummigranulat gefüllten Schläuchen, die mit einem Polypropylen-Gewebe abgedeckt wurden. Nach eigenen Angaben wurden für 100 Liegeboxen ca. 15 to Gummigranulat verwendet, um maximalen Liegekomfort zu erreichen. Die durchlässige Deckbahn sollte für trockene Oberflächen sorgen, die Bildung tiefer Liegemulden war gewünscht und ist in dem schon etwas älteren Film gut zu sehen:

 

Die aktuelle Generation der Erri-Comfort-Matratze wird im DLG-Fokus-Test  6181 F wie folgt beschrieben: Die Matratze besteht aus 15 cm dicken, vernähten Schläuchen, die mit Polyethylen-Schaum gefüllt sind. Der Unterbau wird mit einer durchlässigen, 4 mm starken Polypropylen-Deckbahn abgedeckt.

Die aktuelle Erri-Comfort-Matratze ist damit fast doppelt so dick wie die ursprüngliche, schon damals außergewöhnlich dicke Matratze. Möglich wurde dies durch das wesentlich leichtere Polyethylen-Füllmaterial. Der granulierte, wasserabweisende PE-Schaum soll sich auch weniger verdichten und verhärten als das früher eingesetzte Gummigranulat. Die 15 cm dicke Füllung ergibt sehr komfortable, tiefe Liegemulden. Durch die gewollte Muldenbildung und die durchlässige Deckbahn unterscheidet sich das Konzept von anderen Kuhmatratzen und Liegeboxbelägen.

Der Kuhkomfort-Gedanke wird damit sehr mutig auf die Spitze getrieben – soweit das eben mit künstlichen bzw. technischen Mitteln möglich ist:

Je dicker, weicher und verformbarer der Unterbau, desto größer die Strapazierung der Deckbahn. Die Deckbahn soll sich der Verformung anpassen, aber keine Falten oder Wellen bilden. Die Deckbahn zeigt bereits im DLG-Test erhebliche Verschleißerscheinungen durch Abrieb in der Dauerbelastung. Alle Kunststoffe altern unter dem Einfluss von Licht und Ozon, die mechanische Belastbarkeit lässt nach.

Wie sehen diese Matratzen nach fünf oder zehn Jahren aus? Wie oft muss die Deckbahn gewechselt werden, und wer übernimmt die Kosten für Material und Verlegung?  Wir sind gespannt auf Praxisberichte und langjährige Erfahrungen mit diesem außergewöhnlichen Konzept, das ja schon seit mehr als fünfzehn Jahren auf dem Markt ist.

Was geschieht eigentlich mit Unterbau und Füllmaterial nach Ablauf der Lebensdauer? Wie sind solche Massen von gebrauchtem Gummigranulat oder Polyethylen-Schaum zu entsorgen?

Neben dem unbestreitbaren Liegekomfort haben Erri-Comfort-Matratzen noch mindestens einen weiteren Vorteil: Sie werden online angeboten unter

www.arntjen-shop.com/bodenbelaege.html