Tiefbucht als Kombibox

Ohne Feuchtigkeit bleibt eine lose Schüttung sehr unstabil. Trockene Tiefstreu wird aufgewühlt und ausgetragen. Feuchtigkeit oder andere Zutaten sind deshalb erforderlich, um den Unterbau einer Tiefbucht zu einer stabilen Matratze zu verfestigen.

Unter dem Aspekt von Tiergesundheit und Hygiene sollte aber zumindest die obere Einstreuschicht möglichst trocken sein.

Unter Zugabe von Kalk kann ein anfangs zu feuchter Matratzenaufbau nach Abtrocknen wieder zu hart werden.

Probleme mit Feuchtigkeit oder Matratzenaufbau lassen sich vermeiden. Der Unterbau von Tiefbuchten kann durch Sandbettwaben oder eine Polsterung im vorderen Bereich der Liegebucht dauerhaft stabilisiert werden.

Im hinteren Bereich der Liegefläche ist es naturgemäß immer feuchter, außerdem wird die Streu hier kaum aufgewühlt. Tiefstreu kann sich hier deshalb viel leichter verfestigen als im vorderen Bereich der Liegebox, den die Kühe aktiv bearbeiten. Der Austrag von Einstreu hat seinen Ursprung immer in der vorderen Hälfte der Liegebucht.

Im hinteren Bereich der Liegefläche ist Tiefstreu besonders wichtig, um dort anfallende Flüssigkeiten aufzunehmen und Euter und Gelenke der liegenden Kuh sauber zu halten. In der vorderen Hälfte der Liegebox müssen die Gelenke bei Abliege- und Aufstehvorgängen entlastet werden. Diese Aufgabe kann auch eine stabile Polsterung übernehmen.

Diese Kombiboxen mit durchgehenden Matratzen oder einzelnen Kissen werden von den Kühen sofort geprüft und angenommen.

Die vordere Hälfte von Tiefbuchten kann auch mit Sandbettwaben stabilisiert werden. Die Waben verschwinden unter der oberen, 5-10 cm dicken Einstreuschicht, mit der sie sich hervorragend verbinden (foto 0467)

Siehe auch folgende Artikel: Die hochgelegte Tiefbucht als Kombibox (unter Foto 0001) Sandbettwaben in Tiefbuchten (unter Foto 0467) Tiefbuchten (unter Foto 0126)

Siehe auch Artikel