Die bunte Jamaika-Gesellschaft braucht jetzt Euren Rat und Euer Vorbild

Die einen wollen zurück zur Natur, andere zurück oder voran in die Realität, wieder andere wollen einfach nur Fortschritt. Die einen erreicht man nicht mit wirtschaftlichen Argumenten, die anderen nicht mit Vernunft oder Nachhaltigkeit. Jetzt ist die Gelegenheit, eine eigene Agrarwende durchzusetzen!

Egal, ob Ihr Biobauern seid oder konventionell wirtschaftet: als Bauern seid Ihr Fachleute für Natur, Realität und Fortschritt. Ihr wisst, wie man mit der Natur wirtschaften kann. Helft der Gesellschaft auf die Sprünge und befreit sie mit einem Schlag von ihren quälenden Sorgen: Glyphosat, Massentierhaltung, Insektensterben, gesunde Ernährung, Subventionen, Agrarexporte und so weiter, und so fort. Lasst Euch nicht länger in endlose Abwehrdiskussionen verwickeln. Macht ernst mit der Agrarwende. Es ist für alle etwas dabei. Es wird allerdings niemandem gefallen. Und so könnte das aussehen:

Liebe Jamaika-Gesellschaft,

als Bauern produzieren wir, was Ihr von uns verlangt. Wir machen Euch einen Vorschlag:

EU-weite Umstellung auf ökologischen Landbau – aber nur als Teil eines großen Reformpaketes:

  • Importstopp für Agrarrohstoffe, Dünger und Lebensmittel;
  • keine Preisdeckelung für Agrarprodukte und Lebensmittel, keine staatliche Bewirtschaftung, dadurch:
  • Absenkung der Bevölkerungsdichte auf das nachhaltig vertretbare Maß;
  • keine Sozialleistungen für gesunde Menschen im erwerbsfähigen Alter, auch nicht für Einwanderer;
  • Ausstieg aus der Subventionsspirale, keine Subventionen mehr für irgendwen, auch nicht für erneuerbare Energien oder Elektromobilität.

Gerne erklären wir Euch die notwendigen Rahmenbedingungen:

Vielleicht können wir in guten Jahren 83 Millionen Menschen in Deutschland von unseren Flächen ernähren, wir werden es gerne versuchen. Es wird aber auch schlechte Jahre und Mißernten geben. Wenn Ihr nicht wollt, dass in schlechten Jahren nur Reiche zu essen haben, müsst Ihr Vorsorge treffen. Am besten eine Ernte auf dem Halm, eine in der Scheune und eine auf der Bank – oder lieber im Kasten. Wenn Ihr nicht wollt, dass die Preise in schlechten Jahren durch die Decke gehen, müsst Ihr Vorräte anlegen. Ihr könnt das als Einzelne oder als Gesellschaft tun: auch Sozialstaat oder Kirche können Lebensmittelvorräte anlegen, aus denen die Armen in schlechten Jahren gespeist werden.

Auch Lagerung und Risikovorsorge kosten Geld, das in guten Jahren verdient werden muss. Man wird das tägliche Brot wieder zu schätzen wissen. Bitte bewahrt uns vor Plünderern und Demagogen, die Bauern als Wucherer und Sparer als Geizhälse beschimpfen.

Sollten sich Mißernten häufen, muss eine Reduzierung der Bevölkerungsdichte durch friedliche, freiwillige Abwanderung von Verbrauchern ermöglicht werden. Hohe Preise für Grundnahrungsmittel senken die Einwohnerzahl auf natürlichem Wege.

Natürlich können wir nicht Rohstoffe, Nahrungsmittel und andere Fertigprodukte aus konventioneller Erzeugung importieren, wenn wir im eigenen Land ökologisch wirtschaften.

Denn das würde Umweltproblem nur in andere Länder verlagern. Mit Wind, Regen und Importprodukten kommt die Umweltbelastung ohnehin zu uns zurück und anderswo werden nur noch mehr Tropenwälder abgeholzt und Flüsse vergiftet.

Wir brauchen Arbeitskräfte für Stall- und Feldarbeit.

Der Mindestlohn wäre kein Problem. Aber Saisonarbeit auf dem Lande ist nicht attraktiv für junge Leute oder kinderreiche Familien, die in den Städten versorgt werden. Auf dem Lande steht günstiger Wohnraum für Familien zur Verfügung. Wir werden auf diese Arbeitskräfte nicht verzichten können. Arbeit und Dorfgemeinschaft fördern auch die Integration von Zuwanderern.

Jede Bevorzugung durch Subventionen zieht die nächste Subvention nach sich.

Alle landwirtschaftlichen Flächen werden nach der Umstellung für den Anbau von Nahrungsmitteln gebraucht. Die Pachtpreise dürfen nicht durch Subventionen für andere Landnutzungsarten verzerrt werden, sonst werden Grundnahrungsmittel nur noch teurer.

Außerdem ist nicht einzusehen, warum Bauern und Verbraucher Stromexport und Exportwirtschaft subventionieren sollen.

Zwar werden die Klimaziele gewiss auch verfehlt, wenn die Landwirtschaft nachhaltig wirtschaftet

….aber wir akzeptieren natürlich jede gesellschaftliche Mehrheitsentscheidung! Willkommen in der Realität.