Als Milchkrise wird die Lage der europäischen Milcherzeugung bezeichnet, die nach Fortfall der Milchquote in den Jahren 2015 und 2016 unter Überproduktion und Preisverfall zu leiden hatte. Zyklische Preisschwankungen sind normal, können aber durch staatliche Eingriffe (Förderung) und Niedrigzinsen verschärft werden. Milchkrisen entstehen, wenn die Erzeugerpreise über einen längeren Zeitraum nicht mehr die Herstellkosten decken.

Eine Quotenregelung hatte die europäische Milchproduktion seit 1984 beschränkt und die Entstehung von Überkapazitäten verhindert. Nach dem Auslaufen der Milchquote stieg die Liefermenge in allen Ländern der EU rasch an, besonders deutlich in den Niederlanden und in Irland.