Die Milchquote wurde in der EU 1984 eingeführt und lief 2015 aus. Die Milchquote beschränkte den Marktzugang und verhinderte die Entstehung von Überkapazitäten.

Marktzugangsbeschränkungen sind auch in marktwirtschaftlichen Wettbewerbsordnungen weit verbreitet und dienen in der Regel dem Schutz von Umwelt, Verbrauchern und Herstellern.

Pauschale Quotenregelungen sind nach Qualität und Zielsetzung zu wenig differenziert und deshalb als Steuerungsinstrumente ungeeignet.

Der Einführung der Milchquote lag die Erkenntnis zu Grunde, dass ohne Beschränkung des Marktzuganges insbesondere bei Massengütern ein strukturelles Überangebot entstehen muss. Preisverfall, Verdrängungswettbewerb und die Konzentration von Marktmacht waren Anfang der achtziger Jahre in Europa nicht erwünscht.

Ohne wirksame Beschränkung des Marktzuganges wird die Produktionsmenge auf Dauer nicht zu drosseln sein.