Energie ist die Grundlage allen Lebens. Der Energieverbrauch in Deutschland wird 2016 nach Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen rund 455 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten oder rund 1.350 Petajoule (PJ) erreichen.

Nur ein Bruchteil dieses gewaltigen Energiebedarfs kann wirklich nachhaltig durch Energiegewinnung auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen gedeckt werden.

Tatsächlich nachhaltig wäre nur eine Senkung des gesamtwirtschaftlichen Energieverbrauches um 80-90 %.

Aktuell decken die sogenannten erneuerbaren Energien Wasserkraft, Photovoltaik, Windkraft und Biomasse etwa 12 % des gesamten Energiebedarfes, alles andere ist Energie von fossilen Energieträgern (79 %) und Kernkraft (9 %).

Ein Ausbau der sogenannten „erneuerbaren“ Energien auf das Achtfache des heutigen Niveaus wäre wegen des immensen Aufwandes für Speicherung, Netze und Transport schlichtweg illusorisch und auch nicht nachhaltig.

Auch in der Landwirtschaft wurde in den letzten hundert Jahren menschliche Arbeitskraft durch Mechanisierung, Technik und Energie ersetzt. Landwirte werden gerne den Aufwand für Energie und Technik senken, zumal diese Kosten schneller steigen als die Erträge. Aber die Einsparmöglichkeiten sind begrenzt, wenn nicht Technik wieder in großem Stil durch menschliche Arbeitskraft ersetzt werden soll.

Den Löwenanteil zu jeder  Senkung des Energieverbrauches werden Industrie und Verbraucher beizusteuern haben.

Würde die Landwirtschaft den Aufwand für Technik, Betriebsmittel und Chemie um 80 % reduzieren, wüchse auf Feldern und Wiesen bald wieder Wald. Eine Ernte gäbe es dann erst wieder ab der überübernächsten Generation, bis dahin gäbe es nur Wachstum. Für Landwirte wäre auch das ein akzeptables und nachhaltiges Modell. Nur gibt es heute kaum noch Ersparnisse, von denen zwei Generationen ohne Einkommen leben könnten. Und wie sollten wir uns dann ernähren? Alles mit geborgtem Geld aus China oder Südamerika kaufen? Wäre wohl auch nicht nachhaltig…