Pflege von Tiefbuchten

Die Pflege von Tiefbuchten kann auf verschiedene Weise vereinfacht werden: Teilmatratzen, Sandbettwaben oder andere, fest installierte Systeme können den Einstreubedarf in Tiefbuchten senken. Für die tägliche Boxenpflege werden Geräte und Maschinen angeboten, die die Arbeit erleichtern. Wie Boxenpflege aussehen kann, zeigt der Film

Stallarbeit bei Milchviehbetrieb Albring in Westerstede

Ein am Hoftrac befestigter, hochklappbarer Rechen leistet hier gute Arbeit. Der Rechen lockert auf und planiert die gesamte Liegefläche.

Damit vorne keine Kuhlen entstehen, muss die nach hinten gewühlte Einstreu immer wieder in den vorderen Bereich der Liegebox zurückgeschoben werden. Idealerweise entsteht dadurch ein Gefälle von vorne nach hinten.

Manche Pflegegeräte verfügen zu diesem Zweck über eine schneckenartige Fräse, die die verdichtete Liegefläche auflockert und Einstreumaterial nach vorne befördert. Eine lockere, gut durchlüftete Einstreuschicht ist auch trockener. Trockene Liegeflächen sind nicht nur Voraussetzung für gesunde Euter und Sprunggelenke. Auch verschmutzte, nasse Klauen sollen im Liegen trocken und sauber werden. Nur trockene Einstreu kann Feuchtigkeit aufnehmen und damit einen wichtigen Beitrag zur Klauengesundheit leisten.

Einstreu geht durch Austrag verloren und muss ständig ersetzt werden. Gute Boxenpflege senkt den Einstreuverbrauch. Technik für Pflege von Tiefbuchten und Ausbringen von Einstreu basiert oft auf Fahrzeugen (Hoftrac, Futtermischwagen). Fahrzeuge können nur effizient eingesetzt werden, wenn komplette Liegeboxenreihen oder Abteilungen nicht belegt sind, also z. B. während der Melkzeiten.

In Ställen mit Melkrobotern sind die Liegeflächen immer belegt und die Laufgänge besetzt. Hier kann der Einstreuverbrauch eher mit Teilmatratzen, Sandbettwaben oder anderen dauerhaft installierten Systemen gesenkt werden. Für das automatisierte Ausbringen von Einstreu gibt es ebenfalls fest installierte Systeme, die freie Liegeboxen erkennen können und für Roboterställe besonders geeignet sind.

Natürlich sollte der Pflegeaufwand bereits bei der Wahl des Einstreumaterials bedacht werden: Ausbringung und Pflege von losen, trockenen Schüttungen wie Güllesubstrat, Häckselstroh, Sägemehl oder Pellets kann leichter mechanisiert werden als die Pflege von Strohmist- oder Kalkstrohmatratzen, die eher durch Teilmatratzen vereinfacht werden kann.

Fest installierte Einstreuausbringung:    www.stallbauprofis.de/iq-stall.html

Mechanische Pflegegeräte:  www.mehrtens-gmbh.de

Teilmatratzen:   www.stallbauprofis.de/iq-stall.html