Ähnlich wie lose Schüttungen oder z. B. Sand gibt Wasser unter Belastung nach, wird verdrängt und könnte damit auch horizontale Druckbelastungen gut abfedern. Insbesondere im hinteren Teil der Liegeboxen könnte Wasser so zur Entlastung der Tarsalgelenke der liegenden Kuh beitragen.

Die gewünschte „Verdrängung“ des Wassers bei jedem Belastungsvorgang muss aber gesteuert und kontrolliert bleiben. Im vorderen Bereich der Liegebox entstehen bei Aufstehen und Abliegen hohe Punktbelastungen, die abgefedert werden müssen. Hier darf das Wasser nicht so leicht verdrängt werden wie im hinteren Bereich der Liegebox, wo es sich der Belastung durch die liegende Kuh anpassen und Reibung mindern soll.

Um zu starke Verdrängung zu verhindern, muss Wasser durch eine strapazierfähige, wasserundurchlässige Hülle ständig in Form gehalten werden. So entsteht eine Art Matratzensystem mit Gummihülle und Wasserfüllung.

Die Materialeigenschaften der Hülle wirken den Materialeigenschaft der Füllung entgegen und heben die Vorteile von Wasser teilweise wieder auf. Im hinteren Bereich der Liegebox ist mit Reibung auf der Gummioberfläche zu rechnen, zumal sich auf einem unstabilen Untergrund kaum eine Einstreuschicht bilden kann.