Tiefbuchten: Stroh, Kompost, Sand

Tiefe Einstreu in Gestalt von Sand, Stroh, Pellets, Trockenmist bzw. Güllesubstrat ist komfortabel und tiergerecht. Wie kann man die Bewirtschaftung von Tiefbuchten noch weiter vereinfachen?

Tiefbucht mit Strohmistmatratze
Tefbucht mit Güllesubstrat

Wie entsteht Pflegeaufwand?

Einstreumaterial wird von den Kühen in den Liegeboxen immer von vorne nach hinten geschoben, also vom Kopfende der Liegebucht zum Schwanzende transportiert. So können im vorderen Bereich Kuhlen und Mulden entstehen, während sich hinten immer mehr Einstreu sammelt. Vorne bleibt das Material trockener, kann sich nicht zu einer Matratze verfestigen, wird aufgewühlt und weggeschoben. Überflüssiges Material fällt hinten aus der Liegebucht heraus und muss in der vorderen Hälfte der Liegebucht regelmäßig ersetzt werden.

Um den Materialaustrag zu senken, wird auf verschiedene Weise versucht, der Liegefläche Struktur und Festigkeit zu geben. Bei Stroh-Mist- oder Kalk-Stroh-Matratzen sollen die Strohfasern diesen Zweck erfüllen.

Bei losen Schüttungen z. B. mit Substrat oder Sand können Waben- oder Gittersysteme aus Kunststoff oder Gummi zur Strukturbildung eingesetzt werden. Auch Gummimatten unter der Einstreu sollen das Einstreuvolumen und damit den ständigen Material- und Pflegeaufwand senken.

Wirksame Maßnahmen sollten darauf abzielen, Kuhlenbildung und Materialaustrag im vorderen Bereich der Tiefbucht dauerhaft zu verhindern.

Von entscheidender Bedeutung ist eine dauerhafte Polsterung oder Struktur dort, wo der Pflegeaufwand entsteht: in der vorderen Hälfte der Liegebucht. Hier können die Carpalgelenke der Kühe beim Auf- und Abliegen durch eine entsprechend dicke, elastische Unterlage entlastet werden. Tiefstreu ist vor allem in der hinteren Hälfte der Liegebox wichtig, um Tarsalgelenke und Euter der liegenden Kuh trocken und sauber zu halten.

Mit der Kombibox kann auch der Schmutzeintrag im hinteren Bereich der Liegebucht wirksam gesenkt werden.

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