Calzeo Einsteu

Die klassische Hochbox mit weichem Belag und wenig Einstreu könnte bald ausgedient haben. Sie mag funktionieren, aber sie ist nicht optimal. Besser ist eine 5 – 10 cm dicke Schicht trockener Einstreu – auch in Hochboxen.

In der Hochbox kann sich eine dicke Streuschicht nicht halten, deshalb wird hier nur sehr feines Einstreumaterial eingesetzt. Eine dünne Schicht Sägemehl oder Strohmehl kann Feuchtigkeit aufnehmen und die Reibung der Gelenke auf dem Untergrund mindern.

Dickere Einstreu erfordert aber die Umrüstung zu hochgelegten Tiefbuchten durch einen hinteren Abschluss der Liegebox.

In der Tiefbucht sollen Strohmistmatratze oder Sandbettwaben einen stabilen Unterbau gewährleisten. Im Unterschied zu diesen kann der Unterbau in der ehemaligen Hochbox allerdings keine Feuchtigkeit aufnehmen. Umso wichtiger wird die obere Schicht trockener, lockerer Einstreu.

Eine 5-10 cm dicke Schicht trockener Einstreu ist das A und O.

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Für eine gleichmäßige Schichtstärke ist die richtige Zusammensetzung sehr wichtig: Feine Partikel haben wie in der Hochbox die Aufgabe, Feuchtigkeit aufzunehmen und Verbindung mit dem Unterbau herzustellen. Hierfür eigenen sich Strohmehl, Sägemehl oder auch mineralische Produkte mit hohen Ton- oder Lehmanteilen.

Gröbere Partikel oder Fasern z. B. aus Häckselstroh sind wichtig für gesunde Gelenke und Sauberhaltung der Kühe. Wie ein „Gleitlager“ mindern sie die Reibung der Gelenke auf dem Untergrund.

Es gibt kein Patentrezept für die richtige Mischung. Die Mischungsverhältnisse müssen auf den jeweiligen Untergrund abgestimmt sein. Wenn die Einstreu wegrutscht und nicht haften will, kann feineres oder trockeneres Einstreumaterial notwendig werden. Sandbettwaben oder Strohmistmatratzen stellen geringere Anforderungen an das Einstreumaterial, weil sie sich der Unterbau leichter mit der Einstreu verbindet.

Jeder Unterbau funktioniert nur mit der richtigen Streuschicht.

Güllesubstrat bzw.  „separierte Gülle“ verfügt sowohl über Feinanteile als auch über gröbere Bestandteile. Der Aufbau einer stabilen, nur 5 – 10 cm dicken Streuschicht gelingt aber nur mit trockenem Material mit ausreichendem Feinanteil. In hochgelegten Tiefbuchten ist deshalb die Steuerung der Einstreuqualität durch Zumischung von Strohmehl besonders zu empfehlen.

Wer dicker einstreuen möchte als in der klassischen Hochbox, nimmt auch höhere Einstreuverluste durch Materialaustrag in Kauf. Das Aufwühlen von Einstreu kann am besten mit einer Stabilisierung des Unterbaus verhindert werden.

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