Düsser Milchviehtage

Seit 1998 finden alle zwei Jahre die Düsser Milchviehtage statt. Die Zahl der Besucher und Aussteller ist stetig gestiegen: 1998 waren es noch 46 Firmen und 1700 Besucher, 2016 bereits 165 ausstellende Firmen und rund 7000 Besucher. Wie viele tausend Landwirte im Februar 2018 den Weg zur „Düsse“ gefunden haben, wird sich nur schätzen lassen, denn es werden keine Eintrittskarten verkauft. Landwirte und Aussteller schätzen die Milchviehtage als hervorragende Gelegenheit, mit vertretbarem Aufwand Fachleute in hoher Konzentration zu treffen. Aus recht spartanischen Anfängen ist über die Jahre eine übersichtliche und konzentrierte Veranstaltung mit Kultstatus geworden, bei der auf den sonst üblichen, ermüdendenden Messerummel gerne verzichtet wird. Großartig, was Andreas Pelzer und das Team von Haus Düsse hier seit Jahren leisten.

Tiefbuchten im Fokus

Die Aussteller schenken Tiefbuchten vermehrte Aufmerksamkeit, Sandbettmatten werden von zahlreichen Stalleinrichtern angeboten. Auch DeLaval bietet jetzt Sandbettmatten unter eigener Marke an, die denen des italienischen Herstellers Newfarms zum Verwechseln ähnlich sehen. Vor dem Rinderstall übt ein Weidemann-Hoftrac den Einsatz von Einstreugeräten der Firma Mehrtens.

Düsser Milchviehtage Details

Gibt es Bedarf oder sucht die Industrie neue Märkte?

Die Anbieter folgen dem nicht mehr ganz jungen Trend zu Tiefbuchten. Das Marktsegment Hochboxen ist abgegrast, für Hochboxen gibt es bereits eine schier unüberschaubare Vielzahl von Matten und Matratzen. Es steht auch außer Frage, dass in Hochboxen mit geringer Einstreu eine robuste und ausreichend weiche Unterlage unverzichtbar ist. In Tiefbuchten gibt es aber keinen pauschalen Verbesserungsbedarf; Verbesserungsmöglichkeiten ergeben sich immer nur aus der individuellen Situation und Problemstellung vor Ort. Sandbettmatten oder Kombiboxen sind keine pauschalen Allheilmittel, wenn es etwa Probleme mit der Boxenpflege oder Versumpfung im hinteren Bereich der Liegebox gibt. Wenn ein Trend zur Mode wird, sind Enttäuschungen vorprogrammiert. Die gegenwärtige Mode erinnert den Beobachter an frühere, ähnliche Hypes; etwa an Kuhmatratzen in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre oder an Laufgangbeläge vor 15 Jahren. Oft sieht man erst nach einigen Jahren, ob die hochgesteckten Erwartungen erfüllt und Versprechen gehalten werden.

Es sollte deshalb immer auf eine Herstellergarantie geachtet werden, die nicht nur Materialersatz, sondern auch  Ausbau, Entsorgung und Neuverlegung beinhaltet. Dieser Aufwand kann sonst im Reklamationsfall zu Streit führen. Der Handel übernimmt solche Kosten in der Regel nicht, und nicht jeder Hersteller will oder kann sich Kulanz leisten.

Immer einen Besuch wert: http://www.duesse.de