Beläge sollen weich, also unter Belastung verformbar sein. Im unbelasteten Zustand sollen sie jedoch ihre ursprüngliche Form behalten. Die Formstabilität wird durch das Rückstellvermögen der verwendeten Werkstoffe bestimmt. Das Rückstellvermögen beschreibt die Kraft eines Materials, nach seiner Ausdehnung und nach Kraftaufgabe wieder in seine ursprüngliche Form zu verfallen. Elastomere Werkstoffe, also etwa Kautschuk bzw. Gummi verfügen über ein höheres Rückstellvermögen als andere Kunststoffe wie etwa Polyurethan (PU), EVA oder gar Polyethylen (PE).

Die im DLG-Test ermittelte „bleibende Verformung“ beschreibt das Rückstellvermögen eines Produktes. Je geringer das Rückstellvermögen, desto größer die bleibende Verformung.

Verschleiß beginnt oft mit mangelnder Formstabilität: Kuhlenbildung bei weichen Unterlagen oder Wellen bei Deckbahnen bilden Angriffspunkte für Flüssigkeiten und Scherkräfte, die die Funktion des Belages immer mehr beeinträchtigen.