In den DLG-Mitteilungen wird über eine aktuelle DLG-Prüfung für das Traunsteiner-Weichbett HT 10 XXL berichtet. Das macht stutzig:

Was ist neu oder anders am Traunsteiner-Weichbett? 0der handelt es sich nur um die Neuauflage eines alten Produktes? War das Weichbett mit 10 mm Deckbahn und 40 mm Latexunterlage nicht ein Produkt von Huber Technik, das schon 2004 auf den Markt gebracht wurde? Gibt Huber Technik das Produkt jetzt auf? Und warum sollte Huber Technik die Verantwortung und Haftung für das Produkt ausgerechnet an einen Huber-Händler im Rentenalter abgeben?

Kann die DLG-Prüfstelle nur über alten Wein in neuen Schläuchen berichten, weil es Neuentwicklungen für Hochboxen nicht mehr gibt?

Ein wesentlicher Vorteil bewährter Gummimatten und Weichbetten besteht darin, dass sie vom Landwirt in Eigenleistung verlegt werden können. Sollte es dennoch Probleme geben, wird der Händler die Beanstandung einfach an den Hersteller weiterleiten. Jeder seriöse Hersteller wird bemüht sein, den Landwirt auf  kulante Art zufriedenzustellen.

Anders verhält es sich zuweilen, wenn der Händler den Einbau übernimmt, den er sich vom Landwirt teuer bezahlen lässt. Sollte es später Probleme mit dem Produkt geben, steht zunächst der Händler in der Verantwortung. Wenn sich Probleme bei einem solchen Händler häufen, liegt es nahe, die Ursache in einer fehlerhaften Verlegung zu suchen, für die der Hersteller nicht verantwortlich ist. Der Hersteller wird nicht bereit sein, die Kosten einer Neuverlegung zu übernehmen.

Mit einer eigenen DLG-Prüfung kann sich der Händler aus der Abhängigkeit vom Hersteller befreien, der Händler wird – für die DLG – selbst zum Hersteller. Der Händler übernimmt damit allerdings auch etwaige Garantieverpflichtungen. Bei Weichbetten werden die wesentlichen Produktkomponenten – Gummideckbahnen und Schaumstoffunterlagen – heute von vielen Herstellern in der ganzen Welt angeboten. Zwar sollten in der DLG-Prüfung auch die Hersteller der Produktkomponenten genannt werden, aber Papier ist geduldig: Wer kann schon nach Jahren überprüfen – geschweige denn nachweisen – ob die gelieferten Komponenten tatsächlich der geprüften Qualität entsprachen?